Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Aristokratenhäuser des Grüscher Dorfadels und der Familie Salis

Hauptstrasse | 7214 Grüsch
Haus zum Rosengarten (heute Kulturzentrum).
Erb. M. 16. Jh. für Jakobus Ott, erweitert um 1680, renov. um 1738 und 1968-69; Rest. seit 1987. An Freitreppe und Balkon gute schmiedeeiserne Geländer um 1740. Täfer um 1680, weitere Täfer und Stuckdecken um 1740; grüner Ofen M. 17. Jh.

Gasthaus zur Krone.
Der S-Trakt auf den Ruinen eines Vorgängerbaus des 14.–16. Jh. erb. nach 1622; N-Trakt 1676 durch Bundeslandammann Ulrich Enderli-Davatz; Erhöhung um ein Geschoss 1694. Salis-Besitz 1698–1849, seither Gasthaus; Rest. der Fassaden 1965–66; Umbau 1990. Stattliches Haus unter steilem Satteldach mit reichem Sparrenwerk; Treppenturm mit Zwiebelhaube. Saletta mit späten Frühbarockstuckaturen. Kassettendecke mit Allianzwappen Davatz-Ott um 1680. Störender Anbau.

Gemeindehaus.
Erb. 1699 von Freiherr Hercules v. Salis, 1845 von der Gemeinde als Schul- und Pfrundhaus eingerichtet; Rest. aussen 1979, teilweise Innenrest. 1999. Über dem im Prättigau ungewohnten Walmdach Türmchen mit Zwiebel. Im Korridor dekorative Türumrahmungen mit gemalten Atlanten von 1699, gesichert 1999.

«Hohes Haus», auch «Gross Hus» genannt.
Erb. 1590 von Ritter Hercules v. Salis, Haupt der venezianischen Partei. Nach den Beschädigungen von 1622 wiederhergestellt; letzter Ausbau um 1750 für Andreas von Sprecher; Rest. und Umbau 2002–04. Das stattlichste der Aristokratenhäuser von Grüsch. Stuckaturen in der Saletta und Täferzimmer aus der Zeit des Innenausbaus 2. H. 17. Jh. Weitere Täfer 1730; drei Steckborner Turmöfen um 1750.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)