Grischun - Cultura da bajegiar

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La gotica tardiva
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Kapelle St. Jakob

7165 Brigels/Breil
Am W-Ausgang des Dorfes. Erb. 1514, verlängert 1697, dabei Versetzung des spätgot. gefasten Portals; Rest. 1983–85. Dreiseitig geschlossener Saal mit Dachreiter und einem spätgot. Masswerkfenster in der südl. Schrägwand des Chors; übrige Fenster später. Wandmalereien, lombardisch um 1514 in der Werkstatttradition von Christoforo und Nicolao da Seregno: innen an der N-Wand Kreuzigung, aussen an S-Wand Ecce homo mit Leidenswerkzeugen, die hll. Jost, Jakobus d. Ä., Sebastian und Christophorus.

Im Chor spätgot. Quadermalerei; um die Fensteröffnungen barocke Malereien. Schöne spätgot. Leistendecke mit flachgeschnitzten Querfriesen, über dem Altar Masswerkrosette, Wappen Disentis, Jahrzahl 1514 und Meistername Hans Zinsler; in der westl. Verlängerung von 1697 Schnitzereien durch Malerei imitiert. Altar 17. Jh., Gemälde mit hl. Jakobus 1681 von Johann Christoph Guserer. Tafelbilder 17. Jh.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)

Literatur
Brigels/ Breil GR, Schweizerische Kunstführer GSK, Nr. 222, Bern 1977.